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3. Karate-Weekend
2. Geschriebenstein-Cup

Rechnitz
25. - 26.07.2026

Das Karate-Weekend fand nun zum dritten Mal statt, und etablierte sich damit als Stützpfeiler und zentraler Treffpunkt des LVO. Ein großer Dank gilt wieder den Gästen aus den Nachbarländern, allen voran Darjan Rošker, Jelka Rošker Trajbar (Karate Klub Tromejnik Kuzma) und Krisztián Gancs (Shotokan Tigrisek Sopron), die mit ihrer Teilnahme und ihrer weiten Anreise wesentlich zum internationalen Charakter des Turniers beitrugen.

Am Samstagvormittag konnten die Karateka in gewohnter Lehrgangs-Atmosphäre an ihrer Technik feilen. Nach dem Aufwärmen folgte die gemeinsame Kihon-Übung, danach wurde das Training auf drei Gruppen aufgeteilt. Geleitet wurde es von LVO-Dojotrainern. Nach dem Lehrgang zeigte sich der Fleiß der Karateka, denn es halfen alle zusammen, um die Turnierfläche für den nächsten Tag vorzubereiten, um dann nach dem Mittagessen am Stausee Rechnitz den Nachmittag gemütlich ausklingen zu lassen.

Im Rahmen des Karate-Weekends wurde am Sonntag, dem 26. Juli 2026, der 2. Geschriebenstein-Cup in Rechnitz ausgetragen. Sehr erfreut war der LVO diesmal über den Besuch der ASKÖ-Vizepräsidentin Labg. Doris Prohaska, die den gemeinschaftlichen Geist des Karate-Verbandes und das Weitergeben der Freude am Sport an die nächste Generation lobte. Ebenfalls anwesend waren Bgm. Martin Kramelhofer und Vbgm. Daniel Karacsonyi aus Rechnitz. Für Martin Kramelhofer gab es diesmal eine besondere Ehrung, er wurde für seine fortwährende Unterstützung feierlich zum Ehrenmitglied des LVO ernannt.

Die Wettkämpfe wurden in einer freundschaftlichen und respektvollen Atmosphäre ausgetragen. Nach der offiziellen Eröffnung wärmten sich alle Teilnehmer*innen gemeinsam auf, bevor die Bewerbe in Kata und Kumite starteten. In spannenden Wettbewerben präsentierten die Karateka ihr Können und überzeugten mit großem Einsatz sowie hervorragenden Leistungen. Für viele Teilnehmer*innen bot sich dabei erstmals die Gelegenheit, Turniererfahrung zu sammeln und Wettkampfluft zu schnuppern.
Besonderer Dank gilt allen Kampfrichter*innen, die mit ihrer Fachkompetenz, ihrem Engagement und ihren fairen Entscheidungen einen reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe ermöglichten.
Ebenso gebührt ein herzlicher Dank allen Helfenden sowie der Gemeinde Rechnitz, deren wertvolle Unterstützung und engagierter Einsatz wesentlich zum erfolgreichen Gelingen des Turniers beigetragen haben. Ohne dieses Engagement wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.


Das Karate-Weekend war mit 25 Teilnehmern am Lehrgang und 38 Startern am Geschriebenstein-Cup eine rundum gelungene Veranstaltung und ein eindrucksvolles Beispiel für sportlichen Austausch, Fairness und gelebte Freundschaft zwischen Sportler*innen verschiedener Länder. Einmal mehr wurde deutlich, dass Karatedo Menschen über Ländergrenzen hinweg verbindet. Der SKIAF Länderverband Ostregion blickt bereits voller Vorfreude dem nächsten Geschriebenstein-Cup und dem Wiedersehen mit zahlreichen Karatefreund*innen entgegen.
 

Galerie Karate-WE Rechnitz 25.-26.07.2026

2. Karate-Weekend und 2. Cup LVO

Oberschützen 10. - 11.01.2026

Nach dem gelungenen ersten Karate-Weekend im vergangenen Sommer fand am 10. und 11. Jänner 2026 zum zweiten Mal das Karate-Weekend des SKIAF-LVO statt. Veranstalter des Wochenendes war diesmal das Dojo Nagato Pinkafeld, das mit großem Engagement für einen reibungslosen Ablauf und eine angenehme Atmosphäre sorgte.

Der Lehrgang am Samstag war mit 35 Teilnehmer*innen aus dem Osten Österreichs gut besucht. In einem abwechslungsreichen und zugleich schweißtreibenden Training nutzten die Karateka die Gelegenheit, intensiv an Ausdauer, Technik, Präzision, Kraft und Geschwindigkeit zu feilen.

Am Sonntag folgte der 2. Cup LVO, bei dem sich 43 Starter*innen in verschiedenen Alters- und Graduierungsklassen miteinander messen und das Erlernte aus dem Lehrgang gleich in die Praxis umsetzen konnten. Für einige Karateka bot der Cup die erste Möglichkeit, Turnierluft zu schnuppern und Wettkampferfahrung zu sammeln.

Insgesamt war das Karate-Weekend ein voller Erfolg. Die hohe Teilnehmerzahl spiegelt das wachsende Interesse an Veranstaltungen im Osten Österreichs wider und zeigt, dass sich der LVO auf einem guten Weg befindet.

Galerie Karate-WE Oberschützen 10.-11.01.2026

Kata

Kata (jap.: ) bedeutet Form, im Sinne von Gussform, Schablone.

Kata sind strikt festgelegte Abfolgen von Bewegungen, Bibliotheken von Kampftechniken, die durch ihre geometrische und rhythmische Anordnung Kunstwerke für sich darstellen, denen eine Bedeutung über die reine Technik hinaus innewohnt.

Durch das Auswendiglernen und ständige Wiederholen einer Kata gehen die Bewegungen in Fleisch und Blut über. Der/die Karateka lernt, den eigenen Körper auf natürliche, effiziente und effektive Art einzusetzen und den künstlerischen und ästhetischen Sinn zu verfeinern.

Ein Sprichwort besagt: hito kata san nen (一型三年; dt.: Eine Kata, drei Jahre). Man muss eine Kata mindestens drei Jahre lang regelmäßig üben, um die grundlegenden Prinzipien dieser Kata zu verstehen. Das heißt aber nicht, dass man dann alles über die Kata weiß. Man kann ein ganzes Leben lang neue Aspekte einer Kata kennenlernen.

 

Ursprung, Bedeutung und Namen

Kata sind nicht so exotisch, wie sie auf den ersten Blick scheinen mögen. Eine moderne Aufführung mag für den Betrachter tänzerisch oder athletisch erscheinen, doch die lange Tradition der Kata in den verschiedensten Kampfkünsten verrät durchaus praktische Zwecke dieser Choreografien.

 

Kata - wozu?

In erster Linie sind Kata Übungsfolgen, um sich Bewegungsmuster einzuprägen und Kampftechniken auch ohne Partner üben zu können. Ein realer Übungspartner verhält sich immer anders und die Übung ist stets mit unberechenbarer Gefahr verbunden. Dementsprechend sind Kata eine Möglichkeit, den Körper systematisch und regelmäßig für den Anwendungsfall zu schulen und dürften daher seit dem Anbeginn der Kampfkunst gelehrt worden sein.

Dieses Konzept ist bei weitem kein fremdes. Alle, die ein Handwerk oder eine Kunstform lernen, wissen, dass die unermüdliche Übung von simplen Bausteinen essenziell für das Meistern dieser Kunst ist. Musiker spielen Tonleitern und Arpeggios, Maler zeichnen Kugeln und Würfel, Sportler üben grundlegende Bewegungsabläufe. Die mühelose Darstellung und Improvisation komplexer Formen ist erst die Frucht jahrelanger repetitiver Arbeit.

Die große Besonderheit der Kata ist, dass jede davon bereits ein vollständiges System bildet. Selbst so kurze Kata wie Wankan oder Tekki Shodan beinhalten Angriffe und Verteidigungen auf verschiedenen Höhen (Jōdan, Chūdan, Gedan), Fußtechniken, Schläge und Griffe. Auch anatomisches Wissen steckt in den Kata. Man lernt die Grenzen seines Körpers, die Bewegungsradien der Gelenke, Balance und Dysbalance kennen. Man wird auf verwundbare Stellen hingewiesen und auf die Art und Weise, diese zu attackieren. Eine Kata ist eine Bibliothek in Bewegung, die das Wissen des Meisters, der die Kata konzipiert hat, über viele Generationen weiterträgt. Deshalb ist es wichtig, Kata möglichst exakt zu lernen, damit dieses Wissen erhalten bleibt.

Das Wesentliche der Kata ist jedoch, dass sie als Kunstwerk etwas Größeres darstellen als die Summe ihrer Bewegungen. Die Abwesenheit eines Übungspartners verlagert den Fokus nach innen, auf das Selbst. Jede Kata hat einen Charakter - einen Geist, der durch jede Interpretation neu verkörpert wird. So unveränderlich und strikt die Regeln einer Kata auch sind - Jede Kata lebt.

 

Kata-Studium

Kata lernt man "von hinten nach vorne". Zuerst wird das Ergebnis einstudiert, danach folgt erst die Erklärung.

Zu Beginn erscheinen manche Bewegungen sinnlos oder gar kontraintuitiv. Lange Zeit wird nur an der optischen Perfektion gefeilt. Erklärungen, was die Bewegungen im kämpferischen Kontext zu bedeuten haben, sind marginal und oberflächlich, und dienen meist nur der Illustration. In vielen Karate-Vereinen und anderen Kampfkünsten werden Kata daher nur am Rande behandelt oder es wird gänzlich darauf verzichtet.

Erst im fortgeschrittenen Karate-Studium, mit wachsender Erfahrung und Verfeinerung des Körpergefühls, wird man langsam dazu in der Lage, Kata natürlich und mühelos auszuführen. Man erkennt, dass in jeder kleinen Bewegung eine Bedeutung steckt, und wird auf mögliche ursprüngliche, reale Anwendungen der Techniken aufmerksam. Diese Zerlegung einer Kata und Analyse ihrer Anwendungen heißt Bunkai und wird im Studium höhergradiger Schwarzgurte gefordert.

 

Namen

Die historischen Ursprünge der einzelnen Kata sind oft umstritten. Viele Kata haben über verschiedenen Karate-Stile erstreckend mehrere Versionen, deren Ausführung meist auf einen bestimmten Kampfkünstler zurückgeht, der sein Wissen in eine Kata eingearbeitet und sich auf diese Art verewigt hat. So sind einige Kata wie Kūsankū (Shōtōkan: Kankū) oder Chintō (Shōtōkan: Gankaku) nach solchen Kampfkünstlern benannt.

Andere Kata sind lediglich nach der Anzahl ihrer Techniken benannt, Shōtōkan kennt Nijūshiho (24) und Gojūshiho (54), daneben finden sich Nijūhachiho (28), Seisan (13, Shōtōkan: Hangetsu), oder Suparinpei (108).

Einige dieser Zahlen sind möglicherweise, wie die Kampfkunst selbst, buddhistischen Ursprungs (z.B. 108 irdische Verlangen).

Manche Kata haben zusätzlich nummerierte Abstufungen, wie zum Beispiel die fünf Heian Kata. Diese Kata haben ein ähnliches Schema, aber andere Techniken. Sie sollen offenbar aufeinander aufbauend in der genannten Reihenfolge gelernt werden.

Weitere Varianten derselben Kata werden nach Dai und Shō (groß und klein) unterschieden. Grundsätzlich ist die Dai-Variante die einfachere. Die Shō-Variante hat beinahe denselben Ablauf, die Kombinationen werden aber durch etwas anspruchsvollere Techniken ersetzt. Daher lernt man üblicherweise zuerst Dai, dann Shō. Insofern können groß und klein nicht nur als große und kleine Bewegungen, sondern auch als Haupt- und Nebenvariante verstanden werden.

 

Enbusen

Eine Besonderheit der Kata sind die sogenannten Enbusen (演武線), die Kampfvorführungslinien. Das sind die Wege, die man während der Übung einer Kata zurücklegt. Sie bilden ein geometrisches Muster aus geraden und diagonalen Strecken. Im Shōtōkan sind diese so zurechtgelegt, dass man am Ende jeder Kata wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrt.

Es geht hier nicht um die mathematische Korrektheit der Enbusen, sondern um räumliche Orientierung, Positionierung in Bezug auf den (imaginären) Gegner und das natürliche Maß an Drehung der verschiedenen Bewegungen.

Die Enbusen der Kata (ohne Diagonalen) können grob in fünf Kategorien geteilt werden, die einem japanischen Schriftzeichen entsprechen:

  • Tekki (Shodan, Nidan, Sandan), Gankaku, Meikyō
  • Heian (Sandan, Godan), Bassai (Dai, Shō), Enpi, Jiin, Wankan
  •  – Hangetsu, Jitte, Gojūshiho (Dai, Shō), Chinte, Sōchin, Nijūshiho, Unsū
  • Heian (Shodan, Nidan), Jion
  • Heian Yondan, Kanku (Dai, Shō)

 

Die 26 Formen des Shotokan Karate

Das Regelbuch der WKF (World Karate Federation) listet 102 (stand 2026) offiziell bei Turnieren zugelassene Kata aus allen Stilen des Karatedō. 26 davon werden im Shōtōkan praktiziert (Liste).

Es gibt vier herausragende Kata, die die Charakteristika des Shōtōkan Karate verkörpern:

  • Bassai Dai
  • Jion
  • Enpi
  • Kankū Dai

Diese sind bekannt als Shitei Kata (designierte Kata).
Ein fortgeschrittener Karateka muss diese vier Kata auf jeden Fall beherrschen, daher werden diese ab dem Braungurt nach Abschluss der Heian Kata und Tekki Shodan als erstes gelernt. Bei Turnieren wird oftmals eine der Shitei Kata in der Vorrunde erwartet.

 

 

Als Gichin Funakoshi Karate nach Japan brachte, gab er jeder Kata einen japanischen Namen, teils übernommen von den ursprünglich nicht-japanischen (okinawanischen bzw. chinesischen) Namen, teils von ihm selbst eingeführt.

 

Heian (平安) - Ruhe, Frieden, Sicherheit

Die Serie der Heian Kata wurde von Ankō Itosu, einem Lehrmeister Funakoshis und vieler anderer berühmter Karateka seiner Zeit, entwickelt. Itosu hatte bereits vor Funakoshi das Bestreben, Okinawas Karate den Japanern schmackhaft zu machen. Die Heian Kata waren für den Einstieg gedacht und sollten bereits für Schulkinder geeignet sein, um sie zum Beispiel für den militärischen Einsatz vorzubereiten.
Dennoch signalisiert der Name Heian Frieden. Die Kata beginnen und enden jeweils mit inoffensiven Techniken und beinhalten keine offensichtlich gefährlichen Angriffe gegen Augen oder Hals, um zu erinnern, dass Karate nicht aggressiv verwendet werden darf.

Noch heute sind die Heian Kata die ersten, die man lernt. Sie bilden für Anfänger und Unterstufenschüler die Basis für den Aufstieg in die jeweils nächsthöhere Gürtelstufe. Wer diese Kata beherrscht, kann versichert sein, die Grundlagen der Selbstverteidigung zu kennen, daher der Name Heian.

Die fünf Heian Kata in aufsteigender Schwierigkeit sind:

  • Heian Shodan (Heian 1. Stufe)
  • Heian Nidan (Heian 2. Stufe)
  • Heian Sandan (Heian 3. Stufe)
  • Heian Yondan (Heian 4. Stufe)
  • Heian Godan (Heian 5. Stufe)

Ursprünglich war die Reihenfolge der ersten beiden Kata vertauscht. Funakoshi nahm aber diese Änderung vor, da Heian Shodan (ursprünglich Pin‘an Nidan) ihm zufolge für Anfänger leichter zu lernen sei.

Charakteristisch für die Heian Kata sind stürmende Passagen, die in Kiai gipfeln. Man beschleunigt den ganzen Körper vorwärts und nutzt nicht die Muskelkraft, sondern die kinetische Energie für die Technik.

 

Tekki (鉄騎) - Eiserner Reiter

Der Name dieser Kata-Serie war ursprünglich Naihanchi (innerer Konflikt). Nach Funakoshis Zeit wurden die Beinstellungen im Shōtōkan tiefer und breiter, so auch in der Kata Tekki. Die nach der ursprünglichen Kata benannte Beinstellung Naihanchi-dachi ist daher etwas schmäler und höher als die Kiba-dachi (Reiter-Stellung), in der Tekki heutzutage ausgeführt wird.

Naihanchi war die Trainings- und Einsteiger-Kata vor der Einführung der Heian Kata. Die Aufteilung bzw. Weiterentwicklung in drei Teile dürfte zu Funakoshis Zeit passiert sein. Heute ist Tekki Shodan die erste Kata, die nach den Heian Kata gelehrt wird und ist die Grundlage für den Aufstieg in die Oberstufe (Braungurt - der erste "nicht bunte" Kyu). Die beiden anderen Formen lernt man heute meist erst ab dem 1. Dan.

Die drei Tekki Kata sind:

  • Tekki Shodan (Tekki 1. Stufe)
  • Tekki Nidan (Tekki 2. Stufe)
  • Tekki Sandan (Tekki 3. Stufe)

Trotz ihrer scheinbaren Einfachheit und Kürze beinhalten die Tekki Kata ein vollständiges Arsenal an Techniken, die jedoch im Vergleich zu den Heian Kata wesentlich kompakter sind. Man bewegt sich außerdem nur wenige Schritte auf einer Linie nach links und rechts.

Das deutet auf einen völlig anderen Kampfstil als in den Heian Kata hin. Hier ist die Beherrschung des Körpergewichts und der Körperspannung für eine kraftvolle Ausführung essenziell.

 

Bassai (抜塞) - Durchdringen der Festung/Blockade

Die ursprünglich Passai ausgesprochene Kata ist eine der meistgeübten Kata mit vielen Varianten in den verschiedenen Karate-Stilen. Funakoshi wählte die Schriftzeichen 抜塞, die ähnlich klingen wie Passai und deren Bedeutung sich in den explosiven "Doppeltechniken" widerspiegelt.

Es gibt zwei Varianten:

  • Bassai Dai (Bassai groß)
  • Bassai Shō (Bassai klein)

Bassai Dai ist typischerweise die erste fortgeschrittene Kata, die man nach Tekki Shodan als Braungurt lernt. Bassai Shō ist hingegen erst Teil des Schwarzgurt-Trainings.

 

Kankū (観空) - Betrachtung der Leere/des Himmels

Kankū Dai ist eine von Funakoshi's Lieblingskata. Viele Elemente aus Kankū Dai finden sich in den Heian Kata wieder. In anderen Stilen heißt diese Kata Kūsankū (oder anders ausgesprochen Kōsōkun), das ist der Name eines chinesischen Diplomaten, von dem diese Kata stammt. Der Name Kankū wurde von Funakoshi in Anlehnung dessen angepasst. Der philosophische Gedanke dahinter steckt in der ersten Technik, bei der man durch die von Daumen und Zeigefinger aufgespannte Lücke nach oben schaut.

Es gibt zwei Varianten:

  • Kankū Dai (Kankū groß)
  • Kankū Shō (Kankū klein)

Wie bei Bassai Dai lernt man auch Kankū Dai als Braungurt, während Kankū Shō zu den Schwarzgurt-Kata zählt.

 

Enpi (燕飛) - Schwalbenflug

Enpi (in anderen Stilen Wanshū) ist die akrobatischste und schwierigste der Shitei Kata. Die vielen Wechsel zwischen hoch und tief, weit und kurz inspirierten Funakoshi zu dem Namen der Kata.

Gemeinsam mit anderen schnellen Kata wie Heian, Kankū oder Bassai gehört Enpi zur Shōrin-Ryū, einer der beiden Hauptströmungen der Kata, die die Agilität und technische Fertigkeit des Körpers schulen, anders als die Shōrei-Ryū, die Härte und Unbeugsamkeit in den Vordergrund stellt.

 

Jion (慈恩) - Barmherzigkeit, Erbarmen

Der Name dieser Kata leitet sich vermutlich von einem buddhistischen Tempel Namens Jionji ab. Insofern muss der Name Jion nicht unbedingt etwas mit dem Inhalt der Kata zu tun haben, sondern er deutet eher darauf hin, dass diese Kata wie viele Kampfkünste religiösen Ursprungs sind (vgl. Shaolin). Es wird vermutet, dass Jion, Jiin und Jitte aufgrund ihrer Ähnlichkeit und der gleichen Anfangsposition zusammengehören.

Die Faust in der Hand zu Beginn der Kata ist ein klassischer chinesischer Gruß. In Bezug auf die Kampfkunst verbindet er das Zivile (Hand) mit dem Kriegerischen (Faust). Männer umschließen die rechte Faust mit der linken Hand, Frauen umgekehrt. Bei Begräbnissen und anderen derartigen Situationen sind die Positionen vertauscht.

Jion gehört mit z.B. Tekki oder Hangetsu zu den Shōrei-Ryū Kata. Im Gegensatz zur flinken Shōrin-Ryū (Heian, Bassai, Kankū, Enpi, …) geht es in der Shōrei-Ryū um die Entwicklung physischer sowie mentaler Kraft, Stabilität und Härte. Dementsprechend stämmig sind daher die Bewegungen der Kata.

 

Ji‘in (慈蔭) - Barmherziger (Laub-)schatten (= Schutz, Unterstützung)

Die Ursprünge dieser Kata sind so dubios wie der Name selbst. Jiin hat viele Parallelen mit Jion und wurde vermutlich gemeinsam mit Jion und Jitte aus China nach Okinawa gebracht. Obwohl diese Kata keine besonders schwierigen Bewegungen enthält, wird sie selten geübt. Sie steht, abermals ihrem Namen gerecht, im Schatten ihrer großen Schwester Jion.

 

Jitte (十手) - Zehn Hände

Jitte ist das dritte Kind der Familie (Jion, Jiin, Jitte). Der Name könnte bedeuten, dass zehn verschiedene Techniken gezeigt werden, dass eine Person mithilfe dieser Kata wie zehn kämpfen kann oder aber auch eine Referenz zu der gleichnamigen japanischen Polizeiwaffe sein.

Jedenfalls beinhaltet Jitte einige einzigartige Techniken, zum Beispiel eine, die eine Stockentwaffnung darstellt.

 

Sōchin (壮鎮) - Die (maskuline) Kraft zur Ruhe bringen

Die nach dieser Kata benannte Beinstellung Sōchin-Dachi ermöglicht mit geeigneter Muskelspannung besonders gute Stabilität und Verankerung im Boden. Sie verlagert den Fokus auf die innere Core-Muskulatur und bildet das Eingangstor zu weiteren fortgeschrittenen Stellungen (Hangetsu-Dachi, Sanchin-Dachi). Ebenso mächtig ist die für diese Kata einzigartige Kampfhaltung Musō-Gamae.

Diese Kata ist eine der ersten, die man als Schwarzgurt lernt. Sie ist nicht besonders komplex, aber erfordert viel Kraft.

 

Nijūshiho (二十四歩) - Vierundzwanzig Schritte

Diese charakteristische Kata bietet mit unterschiedlichen Schrittlängen und zum Boden gerichtete Techniken viele neue Ideen für den fortgeschrittenen Karateka.

Sie wurde zusammen mit Kata wie Sōchin, Seisan (Hangetsu) und Unsū von Seishō Arakaki gelehrt, zu dessen Schüler all die Gründerväter der heutigen großen Karate-Stile, darunter Funakoshi Gichin, zählen.

 

Gankaku (岩鶴)Felsenkranich

Diese Kata heißt außerhalb von Shotokan Chintō, der Name eines Kampfkünstlers. Funakoshi gab ihr aber den Namen Gankaku aufgrund der imposanten Körperhaltung auf einem Bein, die mehrmals in dieser Kata vorkommt. Diese einbeinigen Techniken erfordern viel Balance und machen diese Kata zu einer der koordinativ schwierigsten im Shotokan.

 

Gojūshiho (五十四歩) - Vierundfünfzig Schritte

Diese Kata hat zwei sehr ähnliche Varianten:

  • Gojūshiho Dai (Gojūshiho groß)
  • Gojūshiho Shō (Gojūshiho klein)

In der JKA ist die Benennung von Dai und Shō andersherum. Kanazawa, der aus der JKA austrat, um die SKIF zu gründen, war jedoch der Meinung, der Name Dai passe besser zur Shō-Variante und umgekehrt. Innerhalb der SKIF sind die Namen daher vertauscht.

 

Unsū (雲手)Wolkenhand

Der Name dieser Kata ist wohl wie Kankū von der eröffnenden Bewegung inspiriert. Es wirkt, als würde man die Wolken mit den offenen Händen teilen.

Unsū ist athletisch die wohl anspruchsvollste Kata im Shōtōkan. Drehungen auf einem Bein, liegende Kicks und die berühmte gesprungene 360-Grad-Drehung mit zwei Kicks machen diese Kata zu einem beliebten Kunststück für Karate-Virtuosen.

 

Meikyō (明鏡)Klarer Spiegel

Der Name dieser Kata ruft verschiedene Assoziationen hervor.

Zunächst könnte damit eine der ersten Bewegungen der Kata gemeint sein, bei der man beide Handflächen zum Gesicht dreht, als würde man in einen Spiegel blicken. Der Spiegel ist ein Symbol für Wahrheit, man blickt in seine eigene Seele. Das Idiom Meikyōshisui (明鏡止水: Klarer Spiegel, stehendes Wasser), beschreibt einen gelassenen, freien Geisteszustand, der zum Beispiel im Kumite eine sofortige Reaktion auf einen Angriff ermöglicht.

Weiters wurde dem Mythos zufolge mithilfe eines Spiegels die erzürnte Amaterasu, die Göttin der Sonne, aus ihrem Versteck gelockt, um der Welt das Licht zurückzugeben.

Nicht nur aus geistiger, sondern auch aus technischer Sicht ist Meikyō eine weit fortgeschrittene Kata. Der sogenannte Dreieck-Sprung, Sankaku-Tobi, bei dem man um die Ecke springen soll, repräsentiert die mysteriösen, schwer begreiflichen Seiten des Karate.

 

Wankan (王冠)Königskrone

Diese spezielle Kata wird sehr selten geübt. Sie ist relativ kurz und unspektakulär, und hat als einzige Shōtōkan Kata nur einmal Kiai. Dennoch bietet Wankan (in anderen Stilen Matsukaze) eine interessante Auswahl an Techniken, die sie trotz ihrer Einfachheit zu einer fortgeschrittenen Kata machen.

 

Hangetsu (半月)Halbmond

Hangetsu ist für Shōtōkan-Karateka besonders ungewöhnlich. Die nach ihr benannte Stellung Hangetsu-Dachi trainiert insbesondere die Innenseite der Oberschenkel und die tiefe Bauchmuskulatur zusammen mit einer kräftigen Atmung. Hangetsu hat somit große Ähnlichkeiten mit einer Kata namens Sanchin, die zum Beispiel in der Gōjū-Ryū-Schule für ebendiese Trainingseffekte genutzt wird. Von dieser Kata leitet sich auch die Stellung Sanchin-Dachi ab, welche etwas kürzer als Hangetsu-Dachi ist.

Der Name Hangetsu ist inspiriert von den halbkreisförmigen Arm- und Beinbewegungen und wurde von Funakoshi anstelle des älteren Namens Seisan eingeführt.

 

Chinte (珍手) - Sonderbare Hände (Techniken)

Diese Kata beinhaltet viele ungewöhnliche Techniken – daher der Name. Gerade die Hüpfbewegungen am Ende der Kata verleiten zum Grübeln über deren Sinnhaftigkeit. Die Tatsache, dass diese Bewegungen aber bewusst in der Kata erhalten wurden, könnte ein Indiz darauf sein, dass sie sehr wohl eine praktische Bedeutung haben und nicht beispielsweise nur dafür da sind, um wieder zum Anfangspunkt zurückzukehren.

Die Schlussposition ist gleich wie die in Jion, Jiin und Jitte. Wenn diese Position nun in Chinte eine Bedeutung abseits von Formalitäten hat, dann müsste sie auch in den anderen drei Kata etwas darstellen und nicht bloß einen Gruß symbolisieren. Solche Situationen, die auf den ersten Blick keine aktive Kampftechnik darstellen, gibt es in verschiedenen Kata. Hier ist der Geist des geübten Karateka gefragt, zu bereits gelernten Kata zurückzukehren und neue Bedeutungen darin zu finden.

Liste der Shotokan Kata

Die 26 WKF-zugelassenen Kata:

  • Heian (Shodan, Nidan, Sandan, Yondan, Godan)
  • Tekki (Shodan, Nidan, Sandan)
  • Bassai (Dai, Shō)
  • Kankū (Dai, Shō)
  • Jion
  • Jiin
  • Jitte
  • Enpi
  • Sōchin
  • Nijūshiho
  • Gojūshiho (Dai, Shō)
  • Gankaku
  • Unsū
  • Chinte
  • Hangetsu
  • Meikyō
  • Wankan

Zusätzliche Kata:

  • Taikyoku Shodan
  • Gankaku Sho
  • Nijuhachiho

Was ist Karate?

Wenn man Karateka (= jemand, der/die Karate ausübt) fragt, was Karate ist, wird man vermutlich so viele verschiedene Antworten bekommen wie befragte Menschen. Karate hat eine weit verzweigte Geschichte, zieht Inspirationen aus dem gesamten fernöstlichen Kulturkreis und wird heute auf der ganzen Welt praktiziert.

So explosionsartig, wie sich Karate innerhalb weniger Generationen verbreitete, so zersplitterten die verschiedenen Karate-Stile in hunderte Verbände und Vereine mit unterschiedlichen Lehrmeinungen und Schwerpunkten. Der LVO vertritt traditionelles Shōtōkan Karate, nach dem System von Hirokazu Kanazawa. Dieser Artikel beschränkt sich auf diese Schule.

 

Der Name

Zuallererst sei der Begriff Karate erklärt: Eigentlich spricht man von Karatedō (jap. 空手道). Die Schriftzeichen heißen übersetzt leer - Hand - Weg, also Weg der leeren Hand. Die leere Hand deutet auf eine unbewaffnete Kampfkunst hin. Der Weg unterstreicht, dass es sich nicht um eine isolierte Sportart oder ein reines Selbstverteidigungssystem handelt, sondern um einen Weg der persönlichen Entwicklung. Der/die Karateka wächst mit Karate, Karate wächst mit dem/der Karateka.

Bereits im Namen finden sich Brücken zu einer tieferen, spirituellen und religiösen Welt: Im buddhistischen Herz-Sutra (hannya-shingyō) findet sich das Wort Leere in der Zeile: Shiki soku ze kū. Kū soku ze shiki. (jap. 色即是空。空即是色。; etwa: Form, ebendas ist Leere. Leere, ebendas ist Form). Der chinesische Daoismus leitet sich von Dao (道 = Weg) ab. Auf die jeweilige Bedeutung wird hier nicht näher eingegangen, es sei nur unterstrichen, dass alleine die Begriffe Leere, Weg und Karatedō eine gründliche Untersuchung wert sind.

 

Inhalte

Die Inhalte des Karate-Trainings sind vielfältig. Es beginnt bei der Schulung des Körpers mit grundlegenden Fähigkeiten wie Flexibilität, Koordination, Ausdauer oder Gleichgewicht. Die erlernten Bewegungen tragen Namen wie "Fauststoß", "Kick" oder "Abwehr", doch stellt man bald fest, dass die kämpferische Anwendung nicht im Vordergrund steht, sondern zunächst die künstlerische Perfektion und Kontrolle der zugrundeliegenden physikalischen und anatomischen Mechanismen des Körpers.

Mit steigender Intensität wird auch der Geist gefordert. Aus ständiger Anstrengung und Korrektur wachsen Geduld, Disziplin und Aufmerksamkeit. Diese Eigenschaften sind nicht nur beim Training oder später bei Turnieren relevant, sondern sollen über das Vereinstraining hinaus in den Alltag eingebracht werden.

Aus geistiger Übung wird schließlich charakterliche Haltung. Diese erzieherische Rolle des Karatedō ist ein zentrales Merkmal und ein Bindeglied zu den anderen Disziplinen des Budō (Sammelbegriff für Kampfkünste wie Kendō oder Judō, die u.a. den militärischen Traditionen der Samurai entspringen).

 

An dieser Stelle sei erwähnt, was nicht Teil des Karate-Trainings ist:
Karate ist nicht Hollywood. Karate ist kein Spektakel. Karate ist kein Wettbewerb.

Man kann sich im Turnier mit anderen messen, man kann seine Fähigkeiten zur Schau stellen, aber Karate ist nicht dafür da, die eigene Siegeslust zu stillen, gewaltsame Kampftechniken zu lernen oder mit akrobatischen Tricks zu prahlen. Man soll seine Grenzen überwinden können, aber ungezügelte Gemüter sind fehl am Platz.

Damit es zu keinen solchen Entartungen kommt, steht eine Tugend im Zentrum: Rei.

 

Rei - der Respekt

Das Alpha und das Omega für Karate ist Rei. Meist übersetzt mit Respekt, ist Rei aber nicht nur oberflächlich höfliches Verhalten. Wer sich selbst wertschätzt und diese Wertschätzung anderen gegenüber von Herzen äußert, bringt Rei zum Ausdruck.

Das korrekte respektvolle Verhalten im Training und während Pausen - die Etikette - ist unerlässlich für ein konstruktives und gewaltfreies Miteinander.

 

Was ist Karate?

Karatedō ist, was der/die Karateka daraus macht.
Karatedō vermittelt Inhalte sportlicher, künstlerischer und philosophischer Natur.
Karatedō ist eine Lebenseinstellung, die Körper, Geist und Herz formt.

Rechnitz: Erstes Karate-Weekend mit Geschriebenstein-Cup

Am Wochenende von 9. bis 10. August 2025 veranstaltete der LVO in Rechnitz erstmals eine Kombination aus Lehrgang und Wettkampf, wie es in den Nachbarländern, nicht aber im Bundesfachverband SKIAF üblich ist. Getauft wurde es "Karate-Weekend".

Auf einen Tageslehrgang des LVO am Samstag, geleitet durch Trainer des LVO, folgte der nach dem höchsten Gipfel Burgenlands benannte "Geschriebenstein-Cup". Hier können vor allem die Nachwuchs-Karateka in einem kleineren, zugänglicheren Rahmen Turnierluft schnuppern, währen sie ihre Technik beim Lehrgang weiter verfeinern. Für Verpflegung sorgte ein üppiges Kuchen- und Brotbuffet. Daneben stellte die Gemeinde den Badesee zur Entspannung zur Verfügung. Den Samstagabend rundete ein gemeinsames Essen in der Pizzeria Tiffany ab.

Besonders erfreut war der LVO, dass Vereine aus den Nachbarländern Ungarn (Shotokan Tigrisek SE Sopron) und Slowenien (Shotokan Karatedo-Klub Tromejnik-Kuzma) der Einladung gefolgt sind. Somit konnte das Karate-Weekend als Kooperation dreier Länder durchgeführt und der Geschriebenstein-Cup als internationales Turnier ausgetragen werden.

Mit über 30 Teilnehmern in 12 Kategorien waren viele Sieger sicher und der LVO konnte ein gelungenes erstes Karate-Weekend verzeichnen.

Erster 2-Tageslehrgang des LVO in Leutschach

Am 22.März 2025 fand erstmals im Turnsaal der VS Leutschach der Lehrgang des Länderverband Ostregion statt. Vertreten waren die Vereine aus Wien, Graz, Leutschach, Pfaffstätten und Rechnitz.

Erster 2 Tageslehrgang des LVO in Rechnitz

Am 11. und 12.01.2025 fand im Turnsaal der NMS Rechnitz der erste Lehrgang des SKIAF-LVO statt.

Der Dojo ASKÖ Shotokan Karatedo Rechnitz Nakano Takeko bedankt sich bei den Instruktoren für diesen tollen Lehrgang, der sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene lehrreich und schweißtreibend war.

Nach dem allgemeinen Training am Samstag ging es am Sonntag weiter mit zwei intensiven Stunden Oberstufentraining, bei dem fortgeschrittene Schüler tiefere Einblicke in die höhere Kunst dieser Art von Selbstverteidigung machen konnten.

Obmann und Trainer Christian Zambach freut sich auf den nächsten Lehrgang und bedankt sich bei allen für ihr Engagement.
 

1. Cup des Länderverbandes Ostregion

Zum ersten Mal fanden am 2. November gleich knapp 60 Karateka aus der Osthälfte Österreichs den Weg in die Turnhalle der Neuen Mittelschule in Rechnitz um sich beim Cup des Länderverbands Ostregion im sportlichen Wettkampf zu messen. Neben Einzel- und Mannschaftskatas, wie der Kampf gegen imaginäre Gegner genannt wird, ging es am Nachmittag schließlich im Kumite - der Zweikampf zwischen Karatekas - richtig heiß her.

Das Land Burgenland trug einen Teil bei, denn die Ehrenpokale wurden von der burgenländischen Landesregierung großzügigerweise gesponsert, womit das östlichste Bundesland Österreichs einmal mehr unterstrich, dass Sport auf der Landesagenda ganz weit oben steht. Rechnitz' Bürgermeister Martin Kramelhofer war von dem Karate-Spektakel derart angetan, dass er überhaupt gleich mehrere Stunden der Veranstaltung beiwohnte und schließlich auch bei der Siegerehrung eine tragende Rolle einnahm.

Die zahlreichen freiwilligen Helfer des ASKÖ Shotokan Karatedo Rechnitz halfen schon am Feiertag zu Allerheiligen bereitwillig beim Aufbau und legten schließlich auch beim Abbau nach dem Event wieder fleißig Hand an, womit die Ausrichtung des Cups überhaupt erst möglich gemacht wurde. Zusätzlich verköstigten die Volontäre auch den gesamten Tag über mit selbst gezauberten herzhaften und süßen Speisen nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die zahlreich erschienen Zuschauer.

Der ASKÖ Shotokan Karatedo Rechnitz nahm mit 14 Starten sehr erfolgreich teil und holte gleich zehn Medaillen (3x Gold, 3x Silber & 4x Bronze) ins südliche Burgenland. Trainer und Obmann Christian Zambach war verständlicherweise sehr stolz auf seine Schüler, die mit Ausdauer, Wille und Ehrgeiz ihre Liebe für die traditionelle Kampfkunst unter Beweis stellten. Besonderer dank gebührte Bürgermeister Martin Kramelhofer, der für die jahrelange Unterstützung durch die Gemeinde Rechnitz von Chistian Zambach die Ehrenmitgliedschaft verliehen bekam.

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